Liquid selbst mischen
Zum Selbstmischen von Liquids benötigt man Basisliquid und Aroma. Wer mit Nikotin dampfen möchte, nimmt zusätzlich noch Nikotinshots oder Nikotinsalz-Shots.
Weiterhin benötigt man entsprechendes Zubehör, sofern man kein Longfill- oder Shortfill-Aroma verwendet. Passendes Zubehör sind in dem Fall leere Flaschen und Spritzen zur Dosierung der Aromen.
Basisliquid
Basisliquid hat keinen Eigengeschmack, lediglich eine leicht süßliche Note aufgrund des enthaltenen Glycerins.
Das Basisliquid besteht aus zwei Komponenten:
- Propylenglycol (PG) ist ein guter Geschmacksträger, sorgt für den „Flash“ (das Kratzen im Hals), entwickelt moderaten Dampf und ist relativ dünnflüssig.
- Pflanzliches Glycerin (VG) ist ein weniger guter Geschmacksträger als Propylenglycol, sorgt jedoch für einen samtigen, dichten Dampf und ist etwas zähflüssig.
Wir bieten unterschiedliche Basislösungen an:
- 50 % VG / 50 % PG – ausgewogenes Verhältnis von Geschmack und Dampfentwicklung.
- 70 % VG / 30 % PG – für viel Dampf. Der verwendete Verdampfer muss einen guten Nachfluss gewährleisten, da das Liquid durch den hohen VG-Anteil dickflüssiger ist.
Um der Basislösung Nikotin hinzuzufügen, können Sie unsere Nikotinshots verwenden. Diese enthalten 20 mg Nikotin pro ml. Alternativ bieten wir auch Nikotinsalz-Shots an. Diese kommen ohne das typische Kratzen im Hals aus, bieten jedoch einen vergleichbaren Flash.
Durch das Mischen von Nikotinshots mit nikotinfreier Basis erhalten Sie Ihr Basisliquid in der gewünschten Stärke. Die Anteile der benötigten Komponenten können Sie bequem mit unserem Nikotinshotrechner ermitteln.
Aroma
Aroma dient dazu, dem Liquid einen Geschmack zu verleihen. Je nach verwendetem Aroma muss unterschiedlich dosiert werden – angefangen im tiefen einstelligen Prozentbereich bis hin zu zweistelligen Prozentanteilen. Fast alle Hersteller geben Dosierungsempfehlungen, wobei man sich bei den ersten Versuchen an der unteren Grenze der Angabe orientieren sollte.
Tipp: Es lohnt sich, die Bewertungen unserer Aromen anzuschauen, weil Anwender oft auch Dosierungsempfehlungen oder teils ganze Rezepte hinterlassen.
Viele Hersteller bieten mit Aroma vorbefüllte Mischflaschen (Longfill) an, die das Anmischen erleichtern und bereits auf die optimale Dosierung ausgelegt sind.
Die Flasche enthält in dem Fall reines Aroma in einem größeren Gebinde – dieses wird mit Basislösung (und Nikotinshots, falls gewünscht) bis zur Oberkante der Flasche aufgefüllt zu einem fertigen Liquid.
Zubehör
Um Basis und Aroma zusammenzubringen, benötigt man Zubehör wie Messbecher, Spritzen und leere Flaschen. Etiketten zur Beschriftung machen das Wiederauffinden eines speziellen Liquids einfacher.
Erste Schritte beim Anmischen
Jetzt sind alle Einzelkomponenten vorhanden, aber was macht man damit?
Wenn man ein Liquid mit einem neuen Aroma anmischen will, empfiehlt es sich, erst einmal nur eine kleine Menge, z. B. 10 ml, anzumischen.
Hierzu misst man mit Hilfe eines Messbechers 10 ml Basisliquid ab und gibt dies in eine leere Flasche. Dann entnimmt man mit Hilfe einer Spritze die passende Menge Aroma aus der Aromaflasche. Bei einer Dosierempfehlung von 5 % und 10 ml Basis wären das z. B. 0,5 ml. Das Aroma fügt man jetzt der Flasche mit dem Basisliquid hinzu.
Danach wird die Flasche verschlossen und gründlich geschüttelt. Fertig ist das eigene Liquid!
Prozentrechnung
Wir wissen, dass viele Anwender Schwierigkeiten mit dem Ausrechnen der benötigten Aromamenge haben. Daher ein kleiner Rechenexkurs:
Die Dosierungsempfehlungen der Aromen werden normalerweise in Prozent angegeben, entsprechend ändert sich die tatsächlich benötigte Menge an Aroma in Abhängigkeit von der Menge des anzumischenden Liquids.
Um anhand der Prozentangabe die tatsächlich benötigte Aromamenge auszurechnen, geht man wie folgt vor:
- Man teilt die gewünschte Liquidmenge (in Millilitern) durch 100.
- Das Ergebnis wird mit der gewünschten Dosierung in Prozent multipliziert – man erhält die benötigte Aromamenge in Millilitern.
Beispiel:
50 ml Liquid Wunschmenge, 3 % Aromen-Dosierung:
- 50 durch 100 = 0,5
- 0,5 mal 3 = 1,5
Damit benötigt man also für 50 ml Liquid bei 3 % Aroma eine Menge von 1,5 ml Aroma.
Diese Rechnung haben wir etwas vereinfacht. Wenn Sie korrekt vorgehen möchten, ziehen Sie die benötigte Aromenmenge noch von der Menge des Basisliquids ab. In unserem Beispiel würden Sie dann 48,5 ml Basisliquid (50 ml minus 1,5 ml Aroma) und 1,5 ml Aroma nehmen und würden 50 ml fertiges Liquid mit einem 3-prozentigen Aromenanteil erhalten.
Reifung der Aromen
Dieses Thema wird unter den Selbstmischern gerne kontrovers diskutiert. Die einen sind der Meinung, dass Liquids erst nach einer gewissen Reifezeit wirklich gut schmecken. Die anderen sind eher überzeugt davon, dass nahezu alle selbstgemischten Liquids keine Reifezeit benötigen.
Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen. Es gibt einige Aromen, die tatsächlich erst nach ein paar Tagen oder gar Wochen ihr volles Geschmacksspektrum entfalten.
Die meisten Aromen, vor allem die Overdosed-Aromen, können unmittelbar nach dem Anmischen gedampft werden und verändern sich auch nach ein paar Tagen nicht weiter.